Allgemein Essen und Trinken

Okraschoten zubereiten – Ein Souvenir aus Indien

Indischer Thali mit Okra, Brot, Salat und Joghurt
Indischer Thali mit Okra, Brot, Salat und Joghurt

Während unseres letzten Yoga-Ayurveda Retreats im indischen Wüstenstaat Rajasthan hat uns neben den schönen Yogastunden und den entspannenden Ayurveda-Anwendungen vor allem das Essen begeistert! Täglich drei frische vegetarische Mahlzeiten bestehend aus eigenem angebauten Gemüse, selbstgebackenen Hirsebrot, frischem Salat, selbstgemachten Ghee (geklärter Butter) und Jogurt. Dazu gab es oft noch ein weiteres indisches Gericht, bestehend aus Linsen oder Getreide. Lecker!

Unsere Thalis (Hindi, Teller) waren stehts gut gefüllt und die liebevoll zubereiteten Gerichte waren nicht nur gesund, sondern ungemein befriedigend! Wer kennt nicht dieses Gefühl, wenn das Essen zwar schmeckt, aber irgendwie doch noch etwas fehlt. Besonders wenn man eben vegetarisch isst!

Hier war dem nicht so. Die einzelnen Komponenten waren perfekt aufeinander abgestimmt und wenn man genauer „nachschmeckte“ wurden tatsächlich alle sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, bitter, herb, salzig und scharf) zu einem Ganzen wunderbar kombiniert, so wie es nach ayurvedischen Zubereitungsmethoden auch sein sollte! Denn erst wenn alle Geschmacksrichtungen enthalten sind, ist eine Mahlzeit „Rund“ .

Kreuzkümmelsamen und Senfsamen, Okraschoten

Kreuzkümmelsamen und Senfsamen

Tja, in unserem Ashram hatten wir das Glück, das ein sehr guter Koch uns täglich mit sehr guten indischen Gerichten verwöhnte. Wie schwer tuen wir uns im Alltag damit, jeden Tag frisch und vollwertig zu kochen?

Doch gerade die indische Küche ist zwar raffiniert und äußerst kreativ, was die Benutzung verschiedenster Gewürze angeht, aber irgendwie auch ganz einfach! Wir durften den Ashramkoch Pappu bei der Zubereitung indischer Okraschoten über die Schulter schauen und sogar selbst mit Hand anlegen und ich habe für euch das Rezept mitgeschrieben und fotografiert!

Was sind Okraschoten?

Okras, im Englischen auch bekannt unter dem Namen „Ladyfingers“, sind ein typisches indisches Gemüse und das längliche grüne Gemüse ähnelt tatsächlich schlanken Frauen-Fingern. Okras gibt es in jedem asiatischen Lebensmittelladen und haben einen ganz besonderen Eigengeschmack. Wichtig ist, die Okras nach dem Waschen und vor dem Schneiden gut zu trocknen, sonst werden sie ziemlich schleimig!

Natürlich hat Pappu für die gesamte Ashramfamilie gekocht, also nicht über die Mengen und Größe der Töpfe auf den Fotos erschrecken.

Okraschoten

Okras

Die Mengenangaben habe ich angeglichen und sind bemessen für drei bis vier Portionen.

Noch eine letzte Anmerkung. das Rezept und die Zutaten erscheinen zwar simpel, mich hat die Zubereitung indischer Gerichte dennoch schon des Öfteren zum verzweifeln gebracht! Inder kochen eingentlich nicht nach Mengenangaben, sondern nach Gefühl und mit viel Liebe. Etwas für uns sehr ungewohntes! Also versuchen Sie einfach bei der Zubereitung den Kopf aus dem Spiel zulassen und sich stattdessen ganz auf ihre Sinne zu verlassen! Viel Glück dabei!

Indische Okraschoten zubereiten

Zutaten:

  • 500 g Okraschoten, gewaschen, getrocknet und in 1 cm lange Stücke geschnitten
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, grob geschnitten
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Senfsamen
  • 1 TL Kreuzkümmel Samen
  • 1 TL geraspelte Kokosnuss (getrocknet)
  • 1 TL gemahlene rote Chili
  • 1 TL gemahlener Kurkuma
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Ghee (geklärte Butter)

Zubereitung:

  1. Zunächst das Öl im Topf erhitzen und dann die Senf und Kreuzkümmel Samen ins heiße Öl geben, sodass sie leicht tanzen und bräunlich werden.
  2. Rasch die Zwiebeln dazu und nach einer weiteren Minute die Okras. Alles gut verrühren.
  3. Nun folgen die gemahlenen Gewürze, die geraspelte Kokosnuss und das Salz. Weiter rühren und dann abgedeckt die Okras 15 Minuten garren lassen!
  4. Ganz zum Schluss das Gericht mit einem Löffelchen Ghee verfeinern. Das gibt dem Gericht noch einmal eine ganz besondere Note! Fertig!

Dazu passt natürlich am besten ein flaches indisches Brot aus Weizenmehl und Wasser. Aber natürlich funktioniert auch Reis als Beilage sehr gut. Mit etwas Joghurt, frischem Salat und einem Spritzer Zitrone ergibt es eine sehr leckere und ausgewogene Mahlzeit!

 

Über den Autor

Sarah Appelt

Sarah Appelt lebt lebt seit sechs Jahren als Reiseveranstalterin und Yogalehrerin in Indien. Sie liebt das chaotische Land mit seinen freundlichen Menschen, verschiedenenen Kulturen und landschaftlichen Wundern sehr. Nicht zuletzt auch aufgrund der indischen Küche, die es ihr sehr angetan hat! Besonders die Vielfalt an vegetarischen Gerichten mit exotischen Gewürzen gefällt ihr gut und oft versucht sie, sich Geheimtipps von Spezialisten abzuschauen.

Mehr über Sarah und ihrem Leben in Indien mit Tipps zum Reisen, Yoga, der indischen Küche und mehr, findet ihr auf ihren Indien Blog www.chalo-reisen.de/blog

Kommentar verfassen